1. Goldanschlag / Aktion   "ZAHN-GOLD- ZEIT-GOLD"
25.05.1990 - Albertinaplatz, Wien
 
Goldanschlag auf den Straßenwaschenden Juden von Alfred Hrdlicka
 
 
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Zufälle:
 
  Der Zufall begleitet meine Arbeit am Erweiterten Goldbegriff seit Anbeginn. Ich bin ihm dafür sehr dankbar.
   
  Zufällig erschien mir die Skizze des straßenwaschenden Juden als goldener Kelch.
   
  Zufällig begegnete mir Alfred Hrdlicka am Tag vor der Aktion, in Linz am Taubenmarkt.
   
  Zufällig wurde gerade zu dieser Zeit über den Mißbrauch des Mahnmals heftig diskutiert (Dies war mir zum Zeitpunkt der Aktion nicht bekannt).
   
  Zufällig hatte eine Gruppe Wiener Architekturstudenten im Sommer 1990 ein Vermessungsprojekt von alten Bausubstanzen im Steyrer Altstadtzentrum. Ein Student war auch im Haus Pfarrgasse 3 tätig. In einem kurzen Zwischendurchgespräch erwähnte ich meine Aktion am Wiener Albertinaplatz. Er meinte darauf ein Foto von einer Bauaufnahme am Albertinaplatz zu besitzen, das zufällig jausende Touristen auf dem straßenwaschenden Juden zeigt. Dieses Foto befand sich kurze Zeit später in meinem Besitz und wurde Teil des Katalogs.
   
  Zufällig absolvierte Alfred Hrdlicka eine Lehre als Zahntechniker, erfuhr ich Monate nach der Aktion.
   
  Zufällig erfuhr ich viele Jahre später von den 27 Opfern des zerbombten Philipphofs durch das Löschwasser 1945. Die "27" ist die Ordnungszahl in meinem Kunstorganismus, in der Arbeit am Sozialen Gold.
   
  Zufällig sprang mir am 28. Februar 1996, bei einem Kuraufenthalt in Bad Goisern, ein kleiner Artikel in den OÖ-Nachrichten ins Auge:
"Kunst und Zensur" - Das Klagenfurter Universitätskulturzentrum (Unikum) bereitet eine Ausstellung zum Thema "Kunst und Zensur in Österreich" vor: Dafür wird um zweckdienliche Hinweise gebeten (...).
   
  Zufällig fiel mir, im Februar 1997, bei einem Auslandsaufenthalt das TIME Magazin mit dem (Nazi)Goldbarren Hackenkreuz als Covermotiv und dem Hauptthema: "Echoes of the Holocaust" in die Hände.
   
   
   
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